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Freitag, 29. September 2006
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NPD-TV
Die NPD sorgte die Tage für Aufregung, weil sie Propaganda-Videos ins Internet stellen wollte - und diese nicht versteckt - sondern ganz öffentlich bei der beliebten Video-Plattform von YouTube. Dabei sollten die Sendungen, die in Form der Tagesschau aufgezeichnet werden, leicht mit den Schlüsselworten wie "Hitler" und "Nazi" gefunden werden.
YouTube schaltet NPD-Wochenschau ab
Die Pläne der NPD für eine wöchentliche Nachrichtensendung im Internet sind vorerst gestoppt. Das Video-Portal YouTube nahm die beiden Testsendungen der rechtsextremen Partei nach einem Bericht von SPIEGEL ONLINE aus dem Netz
Es handelte sich erst um Testsendungen, die das Konzept und die Verbreitungsart klären sollten, aber bereits diese sorgten für einen großen Wirbel. Nun wurden die Videos bei YouTube entfernt, aber es dauert sicher nicht lange, bis sie woanders erscheinen: Sicher ist: Das Abschalten der beiden NPD-Testsendungen bedeutet nicht das Aus für die Internet-Fernsehpläne der Rechtsextremen. Die Partei hatte schon am Mittwoch angekündigt, auch andere Wege als YouTube zu nutzen.
Gibt noch genug andere Plattformen für Videos, sei es Google Video, AOL Video, RTL Clipfish oder MyVideo und wie sie alle heißen. Bis die Seiten dann jeweils immer reagiert haben, wird es paar Tage dauern. Die NPD wird wohl leider ihre Wege finden. Und das Internet und dessen Möglichkeiten müssen drunter leiden und werden ausgenutzt - bis wir irgendwann wahrscheinlich nur noch Videos veröffentlichen können, bevor sie kontrolliert wurden, und das kann sich kein Anbieter leisten, also wid es dann nicht mehr Umsonst sein. Danke NPD.
Kai3k um 13:02:51
| Kategorie: Ereignisse, News, Nachrichten
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Also, sollte es je zu einer Kommerzialisierung der Videoforen kommen, so wird das bestimmt nicht das Verdienst der NPD gewesen sein, sondern der "Entwicklung des Marktes", wie es so schön heißt. Aber zum eigentlichen Thema:
Als aufmerksamer Beobachter des politischen Geschehens habe ich bereits letzten Dienstag beide Testsendungen der NPD gesehen. Nach eigener Darstellung wolle man eine Art Gegenöffentlichkeit schaffen, da man von der "Systempresse" boykottiert werde. An dieser Begründung ist auch durchaus etwas wahres dran. Politik und Medien wollten sich doch schon vor 2 Jahren, als DVU und NPD in andere Landtage einzogen, offensiv mit den Argumenten der Rechten auseinandersetzen und sie in der Diskussion stellen. Was geschah: gar nichts. Erst als die NPD bereits 4 Wochen vor der Wahl bei 4%, Tendenz steigend stand, gab es dieselbe Reaktion wie immer, nämlich Panik und Hysterie, was ihr nicht wenige Protestwähler in die Arme getrieben haben wird.
Mal ganz abgesehen davon: wir leben einem pluralistischen Staatswesen, in dem jeder das Recht hat, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild zum Ausdruck zu bringen, sofern sie nicht gegen das Gesetz verstoßen. Von diesem ihr zustehenden, demokratischen Recht hat die NPD Gebrauch gemacht und das soll verwerflich sein? In der Tat hat man in diesen Testsendungen unangenehme Fakten u.a. zu einem Kölner Problemviertel (Gremberg) gehört, in dem Multikulti so gescheitert zu sein scheint, daß die Anwohner Angst um den sozialen Frieden haben und einen Brief an die Stadt, die Zeitungen und den WDR verfasst hatten, um auf diese Zustände aufmerksam zu machen. Die Stadt Köln ignorierte diese Sorgen, die Medien haben dieses Problem totgeschwiegen. Das nur als Beispiel.
Durch diese Panikreaktion schränkt man das Recht auf freie Meinungsäußerung nicht nur ein, sondern macht das Angebot der NPD nur noch attraktiver, da man ihr einen Medien-Coup bescherte (frei nach dem Motto "Verbotene Früchte schmecken besonders gut). Es ist ein Zeichen geistiger Armut und Feigheit, wenn man zensiert, verbietet und löscht, anstatt sich dem Diskurs zu stellen.
Revierwolf am 29.09.2006 um 14:24:21
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