Heute vor genau drei Jahren erschien die erste "Zwiebelfisch"-Kolumne auf
Spiegel Online. Herzlichen Glückwunsch!
Das ist ein Grund zum Feiern - und ein Anlass, all den vielen Lesern zu danken, die [...] durch Empfehlungen, Verlinken oder Versenden von Artikeln geholfen haben, den "Zwiebelfisch" bekannt zu machen.
Gern geschehen :) Grund genug für Bastian Sick heute in seinem aktuellen Zwiebelfisch
Wem sein Brot ich ess, dem sein Lied ich sing erneut auf den berühmten Genitiv einzugehen und die Ereignisse der letzten Jahre zusammenzufassen.
Im gesprochenen Deutsch wird der Genitiv gern umgangen, deshalb heißt es wohl auch Umgangssprache.
Da der Genitiv in einigen Teilen Deutschlands so gut wie nicht mehr verwendet wird, und ihm auch nicht wirklich jemand nachweint, werden sogar andere Sprachen zum Vorbild genommen, die ohne Genetiv zurecht kommen, zum Beispiel Englisch:
Das würde vieles vereinfachen: Wir brauchten uns nicht mehr über Anglizismen zu ärgern, lästige zweisprachige Ansagen der Bahn entfielen, jeder würde plötzlich die Werbung verstehen, und die Kultursnobs würden Madonna genauso peinlich finden wie Marianne Rosenberg, weil sie ja grundsätzlich alles peinlich finden, was in ihrer Mütter Sprache von der Liebe singt.
Zur Zeit entsteht das dritte Buch der Reihe "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod", welche bisher insgesamt über zwei Millionen Mal verkauft wurde. Auch wenn das zweite Buch für mich eine Enttäuschung war, da es zu 80% nur Artikel beinhaltete, die ich zuvor eh schon auf Spiegel Online gelesen hatte, haben mich die restlichen 20% und das angehängte Deutsch-Quiz doch sehr erfreut, sodass ich mich auf die dritte Ausgabe freue.