Weil die Seite zur Zeit zu schnell wächst wird StudiVZ vorgeworfen, dass es sich nur um einen Klon einer bekannten amerikanischen Version handelt, das Design abekupfert wurde und auch viele Funktionen gleich auffallen.
StudiVZ (Abkürzung für Studiverzeichnis) ist die deutschsprachige Nachahmung der populären, angloamerikanischen Web-2.0-Plattform Facebook. Es ist ein derzeit (Herbst 2006) schnell wachsendes Soziales Netzwerk im deutschsprachigen Raum, das als Kommunikationsforum binnen weniger Monate hunderttausende Mitglieder gewonnen hat.
Genau wie Boozer-Chat.de lebt auch StudiVZ davon, sich gute Ideen von anderen Seiten zu übernehmen.
"Wir begrüßen Meinungsvielfalt"
Gegen die Macher des Community-Portals StudiVZ wurden jüngst eine ganze Reihe von Vorwürfen erhoben: Man nehme Mitbewerbern Domainnamen weg, Design und Konzept seien in den USA abgekupfert. In einem E-Mail-Interview mit SPIEGEL ONLINE nehmen die Macher des Angebotes Stellung.
"Wir haben amerikanische Plattformen analysiert, die besten Ideen miteinander kombiniert und an die europäische Campuskultur angepasst. Kreativität und Originalität gehören zu den wichtigsten Werten des StudiVZ. Deshalb verzichtet StudiVZ - anders als die meisten anderen Internet-Seiten - auf Anglizismen, und es wurden bestehende Dinge weiterentwickelt. StudiVZ hat das Gruscheln erfunden, hat CampusCaptains, den Liedermacher-Wettbewerb, die "Wer war auf meiner Seite?"-Funktion und vieles mehr. Ideen bauen aufeinander auf und werden weiterentwickelt. Vor all den anderen heute bekannten Netzwerken gab es ebenso Vorläufer, die mehr oder weniger erfolgreich waren. Es würde ja heute auch niemand behaupten BMW sei eine illegitime Kopie von Mercedes, dem Erfinder des Automobils."
Guter Vergleich, etwas weit hergeholt, aber sollte die Neider mal zum Nachdenken bringen.
Solange die eigene Kreativität nicht zu kurz kommt und eine Seite selber Ideen entwickelt - und es sich nicht nur um eine reine Kopie handelt - sollte doch niemand meckern. Schließlich werden diese Seiten dann ebenfalls kopiert - vielleicht sogar auch irgendwann von der ursprünglichen Quelle, weil diese etwas gut findet, was eine Seite eingeführt hat, die von ihr geklaut hat.